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InformationenfürPatientenmitGerinnungsstörungundmedikamentöseThrombozytenaggregationshemmung(Plättchenhemmern)

Die Klinik für Urologie und  Urologische Onkologie der Medizinischen Hochschule Hannover verfügt über große Erfahrungen mit der Behandlung von Patienten mit Gerinnungsstörungen und bei Patienten mit artifizieller (medikamentöser) Gerinnungs- und Thrombozyten (Blutplättchen)- Funktionsstörung. So ist in unseren Händen die chirurgische Therapie von Patienten unter Dauertherapie mit Acetylsalicylsäure (ASS 100® u.ä.) generell möglich. Bei Behandlung von Patienten unter Cumarinderivaten (Markumar® u.ä.) empfehlen wir die Umsetzung auf eine Heparingabe.

Bei der neuen Generation von „Heparin in Tablettenform“ (Xarelto®) empfehlen wir die entsprechende Umstellung vor OP. Bei Thrombozyten-Aggregationshemmern (Plättchenhemmer) der neuen Generation (P2Y12-Antagonisten, Iscover®), die nach Implantation von Koronarstents häufig verwendet werden, kommt es auf die individuelle Prüfung und den geplanten Eingriff an.

Unproblematisch ist die ureterorenoskopie mit Steinentfernung unter ASS 100®, in Einzelfällen auch unter Iscover® /Clopidrogel, auch die transurethrale Resektion von Blasentumoren (TUR-B/TURB, en bloc Resektion (ERBT)) kann unter ASS 100, und nach Einzelfallprüfung auch unter Iscover® /Clopidrogel durchgeführt werden.

Als geeignete Behandlung von Blasenentleerungsstörung auf Grund einer gutartigen Prostatavergrößerung (BPO / „BPH“) hat sich die transurethral anatomische Enukleation der Prostata mithilfe des Thulium:YAG Lasers (ThULEP) herausgestellt.

Mit der von PD Dr. Thomas RW Herrmann entwickelten und seit 2009 bei inzwischen mehr als 600 Patienten erfolgreich an der MHH angewandten Technik können auch Patienten unter oben beschriebener Medikation behandelt werden.

ThuLEP bietet die Möglichkeit der Versiegelung der Schnittfläche mit dem Laser, so dass die Wahrscheinlichkeit einer Blutungskomplikation sehr gering ist. Dasselbe gilt für die bipolare Enukleation der Prostata mit der bipolaren (Strom) Vapoenukleationsschlinge (bipoLEP) sowie der Holmium Laser Enukleation der Prostata und die Ejakulationserhaltende Enukleation und Resektion. Die MHH bietet als erstes Institut seit 2012 alle Verfahren (HoLEP, ThuLEP, bipoLEP) gleichwertig an.

Für die onkologische Chirurgie (siehe Kapitel der Seite) gelten die gleichen Grundsätze, wie für die endoskopische Chirurgie. Die Klinik für Urologie und Urologische Onkologie der Medizinischen Hochschule Hannover verfügt über eine mehr als zehnjährige Erfahrung im Bereich laparoskopische Beckenchirurgie (Prostatakrebs, Blasenkrebs) sowie Oberbauchchirurgie (Nierenkrebs). Diese Erfahrung hilft uns dabei auch Patienten in obiger Konstellation nach Einzelfallprüfung sowohl laparoskopisch (Nephrektomie / Nierenentfernung, Nierenteilentfernung / partielle Nephrektomie), als auch in der offenen Chirurgie zu behandeln. Die MHH ist eines der größten Zentren für Nierentumorchirurgie in Deutschland.