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BehandlungsprinzipderKryotherapie

Der fokalen Behandlungsmethode Kryotherapie liegt das folgende Behandlungsprinzip zugrunde:
• Der Tumor innerhalb der Prostata wird über neue bildgebende Methoden (multiparametrische Magnetresonanztomographie [MRT]), bzw. eine gezielte Ultraschall-Fusionsbiopsie, genau lokalisiert.
• Der identifizierte Tumorherd innerhalb der Prostata wird hiernach zielgenau mithilfe einer Sonde vereist.

Vereisung durch Sonde

Hieraus ergeben sich für den Patienten die folgenden Vorteile:
• Patienten können am Tage nach dem Eingriff bereits wieder entlassen werden. D.h. die Behandlungsdauer ist kürzer als bei der Radikaloperation (8 Tage) oder der Bestrahlung (8 Wochen).
• Das Risiko der Harninkontinenz besteht (im Vergleich zur Radikaloperation) nicht in gleichem Maße bzw. ist unwahrscheinlich.
• Erste Daten zur Cryotherapie zeigen, dass die Rate an Erektionsstörungen deutlich geringer ist als bei einer Radikaloperation.
• Die vorausgegangene genauere Diagnostik (MRT der Prostata / Fusionsbiopsie) bietet eine genauere prätherapeutische Einschätzung des Tumors als die herkömmliche Stanzbiopsie, da Art und Ausmaß des Tumors genau dargestellt werden können. Auch ein Tumor, der bereits potentiell über die Grenzen der Prostatadrüse hinaus wächst, kann hier noch vor der Therapie erkannt werden.
• Der Eingriff wird über das Einbringen von Nadeln durchgeführt. D.h. das operative Risiko wird minimiert. Ein offener Bauchschnitt ist nicht nötig. Chirurgische Risiken wie Blutungsgefahr, Lymphozelenbildung, Organverletzung, etc. werden ausgeschlossen oder sind sehr unwahrscheinlich.

Ob sie für die fokale Cryotherapie geeignet sind, besprechen wir gerne mit Ihnen in unserer interdisziplinären Tumorsprechstunde sowie in unserer Spezialsprechstunde für die Prostatastanzbiopsie.