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RadikaleProstatektomie

Prof. Dr. med. Markus A. Kuczyk
Prof. Dr. med. Markus A. Kuczyk
PD Dr. med. Florian Imkamp
PD Dr. med. Florian Imkamp

Für die operative Behandlung des Prostatakarzinoms steht uns mit der nervenschonenden radikalen Prostatektomie ein Behandlungsansatz zur Verfügung, der durch hohe therapeutische Effizienz ein Höchstmaß an funktioneller Kompetenz garantiert: Damit die für die Erektion und Kontinenz verantwortlichen anatomischen Strukturen bestmöglich erhalten werden können. Dieser Eingriff wird mit dem neuesten Stand der Technik – mit Hilfe roboterassistierter Chirurgie – durchgeführt. Sie arbeitet mittels minimalinvasiven Zugängen (Laparoskopie – Schlüssellochtechnik). In Einzelfällen besteht auch die Option eines offen-operativen (mit einem Bauchschnitt) Eingriffs.

Die radikale, vollständige Entfernung der Prostata mit Samenblasen und eines Teils der Samenleiter ist bei einer Prostata-Krebserkrankung eine kurative (heilende) Behandlungsmethode. Dabei wird die Prostata von der Blase abgetrennt und entfernt. Nach Entfernung der Prostata wird die Blase wieder mit der Harnröhre verbunden. Dadurch wird in den meisten Fällen ein späterer Harnverlust vermieden. In den ersten Tagen nach der Operation verschafft ein durch die Harnröhre in die Blase eingelegter Katheter Sicherheit und eine störungsfreie Heilung der neu erstellten Verbindung zwischen Harnröhre und Blase. Je nach Ausprägung des Karzinoms bestehen gute Chancen, die für eine Erektion notwendigen Nerven im Umkreis der Prostata zu erhalten.