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ThuLEP

PD. Dr. med. Thomas R.W. Herrmann
PD. Dr. med. Thomas R.W. Herrmann
Ausgangsbefund
Ausgangsbefund, Samenhügel und Seitenlappen
Umschneidung des Samenhügels
Umschneidung des Samenhügels als untere Grenze
Auslösen des Seitenlappens
Auslösen des Seitenlappens stumpf und Dissektion von Adhäsionen mithilfe des Tm:YAG Lasers
Abgelöster Seitenlappen
Abgelöster Seitenlappen, unversehrte Außendrüse
Zerkleinerung des Seitenlappens
Zerkleinerung des Seitenlappens durch Morcellation

Transurethrale anatomische Enukleation der Prostata mit Tm:YAG Laser Unterstützung (ThuLEP)

Die ThuLEP stellt eine Kombination der Vorteile von traditioneller offener Adenomektomie (ohne thermische Energie, anatomisch komplett) mit den Vorteilen des Zugangs durch die Harnröhre dar – komplette Entfernung der Innendrüse unter vollständigen Erhalt der Außendrüse und anhängenden Strukturen. Die Erkennbarkeit der anatomischen Grenzen durch mechanische Präparation und subtile Blutstillung ermöglicht eine Orientation durch die gesamte Operation hindurch. 

Prinzipiell ist mit dieser Operationstechnik jede energetische Quelle nutzbar, d.h. der chirurgische Erfolg hängt nicht an der Energiequelle (Ho:YAG, Tm:YAG, bipolarer Strom etc.).
So wird an der MHH auch die Holmium-Laser-Enukleation (HoLEP), Tm:YAG Vapoenukleation (ThuVEP),  sowie die bipolare Enukleation (BipolEP) angeboten.

Obwohl die transurethrale Schlingenabtragung / Ausschälung der Prostata (TUR-P) nach wie vor als Goldstandard der operativen Behandlung für kleine und mittlere Prostatagrößen betrachtet wird, haben sich in den letzten Jahrzehnten aufgrund der um die Operation auftretenden, unerwünschten Nebenwirkungen des Standardverfahrens zahlreiche minimal-invasive Techniken positioniert, von denen vor allem Laser-Verfahren aufgrund der verminderten Nebenwirkungen, kürzerer Katheterverweildauer und Krankenhausaufenthalt  heutzutage einen Stellenwert haben.  Diese ermöglichen darüber hinaus auch Patienten mit Blutungsstörungen und diejenigen, die gerinnungs-/blutstillungshemmenden Medikamente einnehmen (ASS, Heparine, Cumarine (z.B. Marcumar)) zu behandeln.

Bis jetzt haben vor allem die Verfahren, die die gesamte Innendrüse unter Erhalt der Außendrüse, sog. enukleierende Verfahren wie die offene Prostatektomie und die transurethrale Holmium Laser Enukleation der Prostata (HoLEP) überlegene Wirksamkeit und Haltbarkeit im Vergleich zu TUR-P gezeigt. Letztere hat dazu beigetragen, dass aufgrund der Datenlage seit  1998 enukleierende Verfahren als Methode der Wahl für mittelere und große Prostatagrößen gelten.

Die Technik der ThuLEP beinhaltet die komplette Entfernung (Enukleation) der Innendrüse durch die Harnröhre unter Bewahrung der Außendrüse mit Unterstützung des Thulium:YAG Lasers.  Dadurch werden verschiedene berichtete Komplikationen für andere Techniken wie  Schädigung des neurovaskulären Bündels mit verbundener Erektionsstörung oder Schließmuskelschaden mit der Folge der Inkontinenz unwahrscheinlich.

Dies ThuLEP-Technik wurde von PD Dr. Thomas RW Herrmann entwickelt und seit 2009 bei mehr als 600 Patienten erfolgreich an der MHH angewandt.  Seit 2012 ergänzt Prof. Dr. Tezval, der an der MHH in dieser Technik ausgebildet worden ist, das ThuLEP Team. 

Die MHH hat sich vor allem bez. der antikoagulierten Patienten und großen Prostatadrüsen als überregionales Zentrum etabliert. PD Dr. Thomas RW Herrmann ist zudem der Erstautor der europäischen Leitlinen zu „Laser and Technology".