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Unfruchtbarkeit

Ein Paar wird als unfruchtbar bezeichnet, wenn trotz eines bestehenden Kinderwunsches nach einem Jahr mit regelmäßigem und ungeschütztem Geschlechtsverkehr eine Empfängnis ausbleibt. Die Ursache kann hierfür sowohl beim Mann als auch bei der Frau zu finden sein. In Deutschland bleibt jede 6. Ehe ungewollt kinderlos. Bei ca. 30 % der Paare ist eine andrologische Störung ursächlich. Bei einer schweren Fertilitätseinschränkung kann eine künstliche Befruchtung durchgeführt werden, welche immer eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen der Andrologie und Gynäkologie darstellt:

-          IUI = Intrauterine Insemination als einfaches Verfahren bei milden Störungen

-          IVF = In-vitro Fertilisation vor allem bei Fertilitätsstörungen der Frau

-          ICSI = Intracytoplasmatische Spermieninjektion vor allem bei männlichen Fertilitätsstörungen

Verschiedene Faktoren wie z. B. Infektionen, Störungen des Hormonhaushaltes, Fehlbildungen, Tumore, genetische Erkrankungen oder vorausgegangene Operationen können die Zeugungsfähigkeit des Mannes beeinflussen. Im Rahmen unserer Spezialsprechstunde versuchen wir, die möglichen Gründe einer Zeugungsunfähigkeit abzuklären und wenn möglich zu behandeln.

Lassen sich keine Spermien im Ejakulat finden, besteht die Möglichkeit, operativ Keimzellen aus dem Hoden (TESE) oder Nebenhoden (MESA) zu gewinnen. Die anschließende Kryokonservierung der operativ gewonnen Spermien sowie die weitere künstliche Befruchtung (ICSI) wird im Kinderwunschzentrum der Frauenklinik der Medizinischen Hochschule Hannover durchgeführt.

Gerne beraten wir Sie persönlich in unserer Andrologie-Sprechstunde. Eine Terminvereinbarung ist unter der Telefonnummer 0511 / 532 3647 möglich.